26. Februar 2008
3 Stellen (50%) an PH Weingarten und Karlsruhe
Im Rahmen des BMBF - Projekts:
Förderung von Ausbildungsfähigkeit und Berufsfindungsprozessen in Ganztagsschulen
sind an den Pädagogischen Hochschulen Weingarten und Karlsruhe ab dem 01.05.2008 drei halbe Akademische Mitarbeiter/innen Stellen (50%), befristet auf zwei Jahre, zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach Gruppe E 13.
Zu den Aufgaben gehören Planung, Durchführung und Auswertung einer qualitativen Eingangserhebung und eines quantitativen Längsschnitts (3 Wellen). Die Erhebungen finden in Schule, Familie und Betrieb zum Übergang Schule/Beruf vergleichend mit Schüler/innen an Ganztags- und Halbtagsschulen in Baden-Württemberg statt. Ziel der Studie ist die Erforschung von Berufsfindungsprozessen bezüglich der Entwicklung berufsorientierender Selbstkonzepte von Schüler/innen.
Stellenvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Studium der Erziehungs- oder Sozialwissenschaften (mit Promotionsberechtigung), sehr gute Kenntnisse der qualitativen und quantitativen Methoden und der empirischen Bildungsforschung.
Erwartet werden Kenntnisse bezüglich
1) berufsbildender Sozialisationsprozesse in Familie und Schule
2) Kooperationen der Schulen mit Betrieben z.B. bei Berufspraktika und
3) didaktischer Prozesse im Unterricht der ökonomisch orientierten Fächerverbünde (z.B. Arbeit, Technik, Wirtschaft) an Ganztagsschulen.
- Forschungsbezogene Lehre ist im Umfang von 1 SWS zu erbringen.
- Der Stelleninhaberin / dem Stelleninhaber wird die Möglichkeit zur Promotion gegeben.
Bitte richten Sie Ihre Bewebung je nach Schwerpunkt bis zum 19.03.2008 an:
1) Schwerpunkt: Schule und Familie
Pädagogische Hochschule Weingarten
Bewerbungsanschrift:
Prof. Dr.
Pädagogische Hochschule Weingarten
z.Hd. Sekretariat Frau W. Schaefer
Kirchplatz 2
88250 Weingarten
2) Schwerpunkt: Schule und Betrieb
Bewerbungsanschrift:
Prof. Dr. Joachim Rottmann
Pädagogische Hochschule Weingarten
z.Hd. Sekretariat Frau W. Schaefer
Kirchplatz 2
88250 Weingarten
3) Schwerpunkt: Unterricht und Didaktik
Bewerbungsanschrift
Prof. Dr. Eberhard Jung
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Rektorat
Bismarckstraße 10
76133 Karlsruhe
Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters an der Universität Frankfurt
Am Fachbereich Erziehungswissenschaften ist im Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines
Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (BAT IIa)
befristet für zunächst 3 Jahre zu besetzen. Für die Befristung des Vertrages sind die Regelungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes in Verbindung mit dem Hessischen Hochschulgesetz maßgeblich.
Aufgaben: Erwartet wird die Mitarbeit im Lehr- und Forschungsschwerpunkt schulische und außerschulische Bildungsprozesse bei Kindern. Erwünscht ist Interesse an den Institutsschwerpunkten: Interaktionsforschung in der Grundschule, insbesondere Umgang mit Differenz (z.B. Geschlecht, Alter/Entwicklung); Ethnographie von Kindheit und Schule; Veränderungen von Professionen und Institutionen im Elementar- und Primarbereich. Zu den Aufgaben gehören außerdem Prüfungsbeisitz, Studienberatung und Mitarbeit in der Selbstverwaltung. Gelegenheit zu selbstbestimmter Forschung wird gegeben.
Voraussetzungen: Abgeschlossenes Studium eines (Grundschul-)Lehramtes oder Diplom in Erziehungswissenschaft/Pädagogik, Promotion in Erziehungswissenschaft. Erfahrungen mit qualitativen Methoden der Sozialforschung.
Bewerbungen sind unter Beifügung von Zeugnissen, Lebenslauf, Publikationsliste, Angaben zu Lehrerfahrungen und Forschungsprojekten bis 11.03.2008 an: Prof. Dr. Helga Kelle, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe, Robert-Mayer-Str. 5, 60054 Frankfurt, zu richten.
19. Februar 2008
CFPs Soziologentag 2008 in Jena
I.
Call for Papers für die Nachmittagsveranstaltung der Sektionen „Soziologie der Kindheit“ und „Familiensoziologie“: Familienleben zwischen Norm und Vielfalt: Der Umgang von Eltern und Kindern mit innerfamilialen und gesellschaftlichen Herausforderungen
auf dem 34. Soziologiekongress der DGS „Unsichere Zeiten“. 4. - 10. Oktober 2008, Jena
In der Diskussion um Transformationsprozesse der Ökonomie und des Arbeitsmarktes steht die Altersgruppe, die im Berufsleben aktiv ist, im Fokus. Für Kinder, die quasi im Vorraum der Arbeitsgesellschaft gedacht werden, steht dagegen die Analyse in Begriffen gesellschaftlicher Transformation weitgehend aus; diese Analyse kann nur durch die gleichzeitige Thematisierung der Familie geleistet werden. In Politik und Öffentlichkeit sind das Wohlbefinden, die Lebenschancen und -bedingungen von Kindern und Familien zum Thema geworden. Die demografische Entwicklung, die Vielfalt und geringere Beständigkeit familialer Lebensformen spielen hier ebenso eine wesentliche Rolle wie die veränderten Anforderungen des Bildungssystems und Arbeitsmarktes sowohl an Eltern als an die nachwachsende Generation. Auch die Sozialpolitik setzt für Kindheit und Familien neue Akzente, ein Übergang zu einem Prinzip der Sozialinvestition ist zu konstatieren. Dabei geht es um frühe Förderung der Kinder, aber auch um das Abwenden
von Folgekosten für die Gesellschaft und um eine konsequente Ausgestaltung von Kindheit als Phase der Vorbereitung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes. Für die Familien kann diese Neuorientierung u.U. eine Entlastung bedeuten, wenn etwa Institutionen der Früherziehung ausgebaut werden (sollen), es werden damit aber auch neue Anforderungen an sie gerichtet. Obwohl als Maximierung der Chancen gedacht, zieht diese Politik dennoch neue Exklusionsprozesse nach sich.
Familien verstehen sich und fungieren in vielen Bereichen als vermittelnde Instanz zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und persönlicher Entwicklung. Wie verändern gesellschaftliche Transformationen die Entstehung und Entwicklung von Familien und wie gehen Familien mit den gesellschaftlichen Anforderungen um? Familien eröffnen als Generationsverbund die Chance, durch Unterstützungsleistungen materieller und emotionaler Art Sicherheiten bereit zu stellen. Familien können aber auch mit dem Anspruch überfordert werden, die genannten Probleme aufzufangen, auch weil die Lösungen erfunden, und stets neu verhandelt werden müssen und immer weniger als bereitstehende Modelle übernommen
werden können. Inwieweit Eineltern-Familien oder multilokale Mehrgenerationenfamilien Möglichkeiten bieten, diese Problematik zu entschärfen, ist noch offen. Oder sind es Rückbezüge auf tradierte Familienstrukturen, die diese Funktion weiterhin übernehmen? Wie wirken sich die jeweils wahrgenommen gesellschaftlichen Anforderungen und Chancen auf Erziehung aus? Kann z.B. die Renaissance konservativer Erziehungsideale als Folge von Abstiegsängsten der Mittelschicht gesehen werden? Verwischen sich dagegen die Generationenunterschiede (Erwachsene-Kinder), wo mangels wahrgenommener Chancen keine Vorbereitung mehr auf gesellschaftliche Teilhabe erfolgt?
Themenbereiche:
• Transformation der Arbeitsgesellschaft und ihre Auswirkungen auf Eltern und Familien: Neue und alte Außenseitergruppen sowie Wege ins Abseits
• Work- life Balance von Müttern und Vätern
• Egalitäre Orientierung der Eltern und ihre Bedeutung für Kinder
• Familiale Lebensumstände und ihre unmittelbare und längerfristige Bedeutung für Kinder und das Eltern-Kind-Verhältnis. Gibt es geschlechtsspezifisch unterschiedliche Bewältigungsstrategien und Konsequenzen?
• Einfluss von Kindern auf die Elternbeziehung, die Gestaltung des Familienalltags und die Entwicklung
der Familie; Art der Aushandlungsprozesse
• Multilokale Familien: (zeitweiliges) Leben in unterschiedlichen Haushalten
• Kinder im Kontext intrafamilial verbundener Generationen: Bohnenstangenfamilie und „shared lives“
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Schicken Sie Ihr Vortragsangebot bitte bis zum 14. März 2008 per Email an:
- Doris Bühler-Niederberger buehler@uni-wuppertal.de
- Angelika Tölke toelke@dji.de
Bitte führen Sie in auf ca. 1 Seite die Fragestellung, deren methodische Bearbeitung (bei empirischen Studien auch Stichprobe und statistische Auswertungsverfahren) sowie erste Ergebnisse aus.
CfP Familienleben als PDF zum Download
II.
Call for Papers für die Nachmittagsveranstaltung der Sektion „Soziologie der Kindheit“: Ungleiche Kindheiten
auf dem 34. Soziologiekongress der DGS „Unsichere Zeiten“, 4.-10. Oktober 2008, Jena
In den letzten Jahren sind die Anteile der Kinder, die in Einkommensarmut aufwachsen, rasch gestiegen und dies nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Kinderarmutsstudien haben allerdings gezeigt, dass ökonomische Unterversorgung allein noch kein Indikator für das mangelnde „well-being“ von Kindern oder aber starke Deprivation ist: Die Lebenslagen von Kindern unter prekären familialen Einkommensbedingungen unterscheiden sich erheblich. Darüber hinaus haben diese Studien aber auch gezeigt, dass Kinder, die unter vergleichsweise besseren ökonomischen Bedingungen aufwachsen, ebenfalls hinsichtlich verschiedener Dimensionen von Lebensqualität und -chancen benachteiligt sein können. Soziale Ungleichheiten und Grenzen kultureller Teilhabe werden also in Prozessen festgelegt, die nicht nur durch das Einkommen gesteuert werden.
Gleichzeitig sind in den letzten Jahren die ideellen und materiellen Investitionen in Kinder gestiegen. Die Ausdehnung der frühkindlichen Bildung und Förderung und wachsendes reales oder politisch gefordertes Engagement von Eltern für die umfassende kindliche Förderung (z.B. Stichwort „intensive mothering“) sind ebenso zu nennen wie ein expandierender Markt an unterstützenden Angeboten. Die Kinderarmutsraten sind allerdings von solchen Investitionen bisher unberührt geblieben. Deutlich zeigt sich, dass die Inanspruchnahme solcher privaten und staatlichen Angebote und Institutionen nach
sozialer Schicht erheblich differiert. Solche Unterschiede haben zu der Formulierung „’making up‘ the middle-class child“ als Bezeichnung für entsprechende Bemühungen geführt, die damit als Ambitionen der Eltern zur Statusplatzierung des Nachwuchses interpretiert werden.
Es stellt sich nun die Frage, ob Kindheiten derzeit ungleicher werden und dies nicht allein nach ökonomischer Situation oder sozialer Schicht, sondern auch nach Familienformen, nach Regionen (Stadtkerne, Speckgürtel im Umland der Städte) und nach elterlichen Vorstellungen über das Aufwachsen der Kinder (als quasi-natürliches Heranwachsen oder als intensive und gezielte Förderung). Darüber hinaus stellt sich die Frage ob wohlfahrtsstaatlicher Regulierungen solche Ungleichheiten verstärken. Werden möglicherweise gerade durch Interventionen, die sich an spezifische Gruppen richten die bspw. als bildungsfern eingestuft werden, neue Ungleichheiten und Stigmatisierung geschaffen, anstatt die angestrebte Chancengleichheit zu erzielen? War es zumeist der Anspruch einer Sozialpolitik für Kinder, Kindheit stärker zu standardisieren, so scheint jetzt die gezielte Investition in benachteiligte Gruppen deren Außenseiterposition eher zu verstärken.
Solchen „neuen“ Disparitäten soll die geplante Veranstaltung nachgehen: auf der einen Seite dem Entstehen von extremen Gruppen Benachteiligter oder Geförderter sowie den Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Erfassung solcher Ungleichheiten; auf der anderen Seite dem Ausmaß und der Art sozialpolitischer Reaktionen auf dieses Geschehen wie auch der Rückwirkung auf die gesellschaftliche Vorstellung „normaler Kindheit“ und generationaler Ordnung.
Weil es sich um ein Phänomen handeln dürfte, das forciert in Transformationsgesellschaften auftritt, werden auch Vorträge angestrebt aus Ländern Osteuropas, welche die Probleme der jeweiligen Länder vergleichend resp. aus osteuropäischer Sicht darstellen (englische Sprache möglich!).
Themenbereiche:
· Entstehen neuer Außenseitergruppen
· Indikatoren für die Erfassung neuer sozialer Ungleichheiten, Deprivation und „well-being“ im Kindesalter
· Relevanz der Bereitschaft, in Kinder zu investieren, und Arten der Investition
· Differierende Konzepte der Elternschaft und deren Konsequenzen für das Kindsein
· Die „intensive Förderung“ von Kindern – Modalitäten, Institutionen, Profit und Zumutungen
· Veränderungen resp. Stabilität von generationaler und gender-Ordnung in verschiedenen Gruppen
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Schicken Sie Ihr Vortragsangebot (Abstract von maximal einer Seite) bis zum 1. April an
Doris Bühler-Niederberger buehler@uni-wuppertal.de
Johanna Mierendorff johanna.mierendorff@paedagogik.uni-halle.de